Die neue Popstars Staffel ist in vollem Gange und eigentlich ist alles wie immer: Fingiertes postpubertäres rumgezicke, gekonntes platzieren von sozial schwachen Bewerberinnen, abgerundet mit gesanglichen Darbietungen von besseren Weinfest-Schlager-Sängern, mit ein paar Ausnahmen die es dann auch in den Recall schaffen. Genau das ist es was die Zielgruppe sich von ProSieben wünscht.
Oder doch nicht ?
Ich frage mich manchmal ernsthaft, wieviel Zufall es bei einem solchen Casting eigentlich gibt ? Zum Beispiel der tolle Battle zwischen Esra und Jasmin. Beide Mädels sind total nervös, beide wollen unbedingt in die nächste Runde. Jasmin verliert und beide erzählen total aufgelöst von ihren Problemen mit ihrer Familie und ihrem Leben. Sind solche Dinge im Storybook schon fest eingeplant und schafft ProSieben absichtlich einen künstlich herbeigeführten Rahmen, durch eben einen solche Battle, um genau solche Reaktionen bei den Kandidaten zu erzeugen und dadurch im Umkehrschluss wiederum erhöhte Aufmerksamkeit und Gefühle bei den Zuschauern von Popstars zu erzeugen ? Nur um Einschaltquoten nach oben zu treiben ? Was meint ihr ? Alles geplant oder doch nur Zufall ?
Ich zumindest glaube nicht an Zufall. Ich war noch ein großer Fan dieser Castings und werde es auch nie werden. Der kommerzielle Erfolg dieser Casting-Bands, bis auf ein paar Ausnahmen, ist zunehmend ausbleibend. Der kurze und schnelle Verkaufserfolg scheint für ProSieben genauso im Hier und Jetzt zu liegen, wie das Leben von pubertierenden Jungendlichen auch, die sich diese Sendung reinfahren. Nach der Sendung ist vor der Sendung. Die “Künstler” werden von den Sendern oft fallengelassen, wie das Beispiel von Elli Erl gezeigt hat. Künstlerische Freiheit kann man sowas irgendwie nicht nennen…
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