“Machtlos” ein passender und beschreibender Titel eines spannenden, wütend machenden und aufrüttelnden Filmes. Als Grundlage dient ein aktuelles Thema, umgesetzt von und mit Hollywoodstars und dargeboten mit ab und an schmerzlicher Direktheit.
Worum geht es in “Machtlos”: Die El-Ibrahimis leben in den USA. Izabella El-Ibrahimi (Reese Witherspoon) ist eine amerikanische blonde, fürsorgliche “vorzeige-Mama” und lebt mit ihrem Mann Anwar El-Ibrahimi (Omar Metwally) in einem amerikanischen Vorort. Anwar ist Ägypter, angesehener Chemiker und lebt dank Green-Card und amerikanischer Ehefrau in den Staaten. Nach dem Besuch einer Fachkonferenz in Südafrika kehrt Anwar nicht wie verabredet in die Staaten zurück. Mit wachsender Verzweiflung versucht Izabella herauszufinden wo ihr Mann abgeblieben ist, denn er hat nachweislich das Flugzeug in Südafrika bestiegen, es jedoch laut Aktenlage nie verlassen. Izabella stößt gegen Schweigemauern und wendet sich schließlich an einen alten Schulfreund namens Alan Smith (Peter Sarsgaard), der für Senator Hawkins (Alan Arkin) arbeitet. Allmählich wird klar, dass die CIA in irgendeiner Art und Weise mit dem Verschwinden Anwars zu tun hat. Anwar wurde im “Namen der nationalen Sicherheit” gefangen genommen, als unmittelbare und terroristische Bedrohung eingestuft und auf Grund einiger “Hinweise” an einen nordafrikanischen Ort entführt, um dort unter der Leitung des CIA-Analysten Douglas-Freeman (Jake Gyllenhaal) und dem Gefängnisleiter Abasi Fawal (Igal Naor) “zielführendere” Verhörmethoden durchführen zu können. Angeordnet und von hoher amerikanischer Stelle überwacht wird dieses Vorgehen von der Chefin der Anti-Terror-Einheit Corrine Whitman.
Ein insgesamt spannender und wachrüttelnder Polit-Thriller, der das seit den Terroranschlägen bekannte “extraordinary rendition” (Überstellung von Terrorverdächtigen an Drittstaaten, um unter anderem gewisse rechtliche Rahmenbedingungen, die in den Drittstaaten herrschen, nutzen zu können) zum Thema hat und die Gefahr der voreiligen Beschuldigung und pauschalen Verurteilung thematisiert. Dies gelingt teilweise sehr gut, fesselnd und erschreckend real. Leider verliert der Film daran, dass er wirkliche politische Statements ausser Acht lässt und an einigen Stellen an der Oberfläche bleibt. Trotzdem Prädikat “wertvoll”.
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