Immer wieder Trainspotting

Immer wieder Trainspotting

Letzten Sonntag war es wieder soweit. Nach einer ordentlichen Sauftour mit ein paar Freundinnen endete die Nacht vor dem Bildschirm und zum x-ten Mal wurde Trainspotting in den Player geschoben. Als Alternative schwebte uns noch Fear and Loathing in Las Vegas vor, demokratisch fiel die Wahl jedoch auf den 96er Film des Schotten Danny Boyle.

Technisch besonders gelungen fand ich Trainspotting noch nie. Mich haben immer die Charaktere und der Soundtrack überzeugt. Wie bei ähnlichen Drogen-Filmen ist die Handlung eher Nebensache, zumindest gibt es keinen wirklichen zentralen Handlungsstrang. Im Vordergrund steht zwar der Heroin-Junkie Mark Renton, gespielt von Ewan McGregor. Sein Weg wird jedoch immer wieder durch zahlreiche größere und kleinere Nebenhandlungen gekreuzt, durchweg ist er Gast auf diversen Nebenschauplätzen. Durch den Fokus auf Mark Renton, der durchgängig auch die Rolle des Erzählers abgibt, wird Trainspotting jedoch nicht zum Episodenfilm. In der Buchvorlage von Irvine Welsh ist das etwas anders, die Originalgeschichte widmet sich nicht nur dem Sympathieträger Mark Renton, sondern lässt den Leser noch vielmehr am Leben der anderen Charaktere teilhaben.

Auch wenn ich das Buch am Ende besser als den Film finde, so hat die Verfilmung doch einen entscheidenden Vorteil: den Soundtrack. Unvergessen sind die Bilder vom Anfang des Films, untermalt mit Iggy Pops “Lust for Life”. Aber auch Klassiker wie Lou Reeds “Perfect Day” passen perfekt zu den Bewegtbildern und schaffen die besondere Stimmung des Films. Und natürlich wird auch der Mitte Neunziger Zeitgeist mit den Elektro- und Big Beat Größen Underworld und Leftfield haargenau wiedergegeben. Keine Frage, dass sich die großartigen Songs und der super zusammengestellte Soundtrack auch in den Top 100 Single Charts und in den Musik Charts wiedergefunden haben.

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Kommentare

  1. Immer diese Drogenfilme :-) ”Bube, Dame, König, Gras” oder “Grasgeflüster” kommen zwarnicht ganz an Trainspotting ran, sind aber eine nette Alternative. “Lammbock” war auch hübsch. Ganz besonders gefeiert habe ich, als Stefan (Lucas Gregorowicz) den Klumpen frisst, den sein Vater nicht entdecken soll und dann komplett neben sich steht…

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