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der Anti-Dieter und der Bohlen

von marie am 8. Februar 2010 · 0 Kommentare

Aktuell kann man sich mit 2 Sänger-Castingshows über dem Unterhaltungswasser halten. Eine hat zum erklärten Ziel einen neuen Star für den Eurovision Song Contest zu finden, um nach einer langen Zeit des Darbens und Schähmens, endlich mal wieder “12 Points goes to – GERMANY” zu hören. Die andere ist eine altbekannte Casting-Show-Größe mit dem Pop-Titan. (siehe hierzu auch: DSDS-Artikel )

Unser Star für Oslo (via: kress.de)

Unser Star für Oslo (via: kress.de)

Unser Star für Oslo, eine Kooperation zwischen ARD und proSieben, castet aus einem Pool von 20 Leuten 10 Talente aus denen in 6 Ausscheidungsshows unser Star für Oslo gefunden werden soll. Die erste Entscheidungsshow lief bereits am 02. Februar. 10 Kandidaten traten dabei gegeneinander an, um am Ende zu den 5 glücklichen zu gehören die weiter hoffen dürfen.

Eigentlich läuft alles wie gewohnt: Menschen kommen auf die Bühne, singen und eine Jury gibt ihre fachkundige und persönliche Meinung zum Ausdruck. Entscheiden darf jedoch am Ende das Publikum mit Anrufen.
Toll, das können wir: Nummer merken, eintippen und ein gutes Gefühl haben jemanden seinem Traum ein wenig näher gerbracht zu haben.
Eines muss ich allerdings sagen, wer Lust hat Menschen zu sehen, die wirklich singen können und nicht in einem Parallel-Universum zu leben scheinen oder einfach mal im Fernsehen sein wollten, der ist bei USFO genau richtig. Singende, meist junge Frauen und Männer geben ihre Stimme zum Besten, mit Band und ohne viel Show-Gedängel und auch ohne Arme-und-Beine-möglichst-rythmisch-durch-die-Gegend-Gewerfe.

Die Jury, besetzt mit wechselnden Musikgrößen aus Deutschland und einem festen Bestandteil: Stefan Raab. Eine angenehme Jury, die nicht unter die Gürtelinie geht, Aussehen als zweitrangig beurteilt und auf Persönlichkeit und Qualität setzt. Ja, ich konnte es kaum glauben, so etwas gibt es noch! Es macht Spaß zuzugucken und zuzuhören. Stefan Raab ist absofort – zumindets in diesem Bereich – mein erklärter Held und gekürter Anti-Dieter.
Hier sind nicht “Brüste” das schlagende Argument!

Wer eher in diese Richtung tendiert und Spaß an den alt-bekannten Dieter Bohlen Sprüchen hat, sollte bei DSDS bleiben. Dort springt der kleine, selbsternannte Checker “Thomas” wie das ‘Ab durch die Hecke Eichhörnchen’ Hammy über die Mattscheibe oder die blonde und vorallem vollbusige Steffi hüpft im Tackt am karibischen Strand (soll das die Annemarie Eilfeld der neuen Staffel werden?). Bohlen und seine Jury-Mitglieder winken lieber solche Kandidaten in die TOP 15 Shows als einige Ex-Kandidaten, wie unter anderem Kevin Rebstock, die mit einer guten und schönen Stimme gesegnet sind, aber vielleicht nicht mit einem Model-Körper oder einer großen Klappe.
Allerdings muss ich Kandidaten wie Menowin und Mehrzad hervorheben. Zwei Jungs, die wirklich schöne Stimmen haben und diese einzusetzen wissen! Ein kleiner Lichtblick im DSDS-Dschungel. (Mein nicht-fachkundiger Rat: Hört auf bei DSDS und macht euer Ding als Duo!) Bisher wurde jegliches Stimmtalent was bei DSDS gefunden wurde eigentlich “kaputt” gecastet. Leute mit außergewöhnlichen Stimmen wurden an die Pop-Norm angepasst und gingen mit einem noch mehr Pop-Norm-Bohlen-Song irgendwann in dem riesen Markt für Popmusik unter.

Also wer Lust hat Casting-Shows zu sehen, aber Qualität möchte sollte USFO schauen. (nächste Sendung: 09.02.2010)
Wer das nicht will, schaut DSDS…

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